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DIE LINKE. im Kreistag Gütersloh

Anfrage zum Konzept der Wirtschaftsförderung im Kreis Gütersloh durch die Pro Wirtschaft GT GmbH

Am 3.4.2006 wurde die „Gründung einer Wirtschaftsförderungs-GmbH" durch den Kreistag Gütersloh beschlossen. Zum Beschluss gehörte die Fassung eines „Gesellschaftsvertrages“. Ein Konzept zur inhaltlichen Zielstellung in Bezug auf die speziellen Voraussetzungen und Anforderungen im Kreis Gütersloh wurde hier nicht diskutiert, und liegt auch wohl aktuell nicht vor.

Angelehnt an einem Thesenpapiers des „Deutschen Städte- und Gemeindesbundes“ eine Wirtschaftsförderung ganzheitlich zu denken und den aktuellen Herausforderungen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise Rechnung zu tragen,

 bitten wir um Antwort, inwieweit nachstehende zeitgemäße Herausforderungen bei der Arbeit der „Pro Wirtschaft GT GmbH“ berücksichtigt werden.
Infolge der gegebenen Antworten, stellen wir uns vor, die Erarbeitung eines entsprechendes Konzept für eine nachhaltige Wirtschaftsförderung im Kreis Gütersloh auf den Weg zu bringen.

 

  1. Ressourcen- und Klimaschutz stärkt die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Kommunen!

Steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie verstärkter Wettbewerb verlangen so- wohl weitere Effizienzsteigerungen beim Energieeinsatz, als auch den Schutz von Klima und Umwelt zur Erhaltung und Verbesserung der Standortbedingungen. Die kommunale Wirtschaftsförderung setzt hier an und betrachtet die Herausforderungen nicht als Belastung, sondern als Wertschöpfungspotenzial für die ansässigen Unternehmen. Energiewende und die Förderung neuer Mobilitätskonzepte – wie beispielsweise die Elektromobilität – sind geeignet, hiesige Standorte in den Bereichen Regenerative Energie und Mobilität zu entwickeln.

 

  1. Wirtschaftsförderung betreibt Flächenschonung durch Zusammenarbeit!
    Flächenentwicklung und Vermarktung ist wesentlich für die Wertschöpfung und die wirtschaftliche Entwicklung von Regionen. Das Flächenangebot muss jedoch oft in Konkurrenz zu anderen Zielen erbracht werden. Landwirtschaft, Erholung, Klimaschutz und Nachhaltigkeitsüberlegungen spielen eine Rolle. Flächenschonung und Umnutzung statt Neuausweisung von Gewerbeflächen ist deshalb eine zentrale Zielsetzung.
  1.  Einzelhandel integrieren!
    Handelseinrichtungen bedeuten die Versorgung mit allen lebensnotwendigen Gütern. Sie sind zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Die Wirtschaftsförderung im Kreis sollte hier in Bezug auf den Einzelhandel ein Handlungsfeld zur Unterstützung für Stadt- und Standortentwicklung der Kommunen im Kreis integrieren. Nicht zuletzt zur Förderung einer breiten Palette regionaler Produkte. Attraktivität oder Verödung von Gemeinden hängt zu großen Teilen von der Entwicklung im Fach- und Einzelhandel ab. Die Standortansprüche des Handels passen nicht immer zur Gemeindeentwicklung. Die Wirtschaftsförderung muss städtebaulich integrierte Standorte befördern, um Zentren attraktiv zu halten. Sie sollte hier über die fachlichen Grundlagen verfügen, die Politik bei kooperativen regionalen Entscheidungen über Standorte und Ansiedlungen zu beraten.