Der NATO-Krieg um den Kosovo mahnt

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Protest gegen Aufrüstung und Krieg am 23. März auf dem Jahnplatz: Die Friedensinitiative Bielefeld und OWL hatte zu einer Aktion aufgerufen – 20 Jahre nach dem NATO-Bombardement auf Serbien.

Dabei war auch DIE LINKE gut vertreten – mit mehreren Mitgliedern aus Bielefeld und umliegenden Orten sowie mit Camila Cirlini, Kandidatin der LINKEN für das EU-Parlament (auf dem Foto rechts).

Der Aufruf zum Ostermarsch am Ostersamstag 20. April,

12 Uhr, sowie der Flyer zum völkerrechtswidrigen NATO-Krieg gegen Serbien wurde an viele Interessierte verteilt

https://bielefelder-friedensini.de/?p=500

insbesondere auch an #SaveTheInternet – Demonstrant*innen. Ca. 1000 Leute nahmen an dieser zufällig zeitgleichen Demonstration teil.

Der NATO-Krieg um den Kosovo mahnt: Es begann mit einer Lüge und endete mit Zerstörung und Tod 

Vor 20 Jahren, am 24.März 1999, flogen NATO-Bomber die ersten Angriffe gegen Serbien. Zu diesem Zeitpunkt waren die neuen Teilrepubliken der ehemaligen Republik Jugoslawien bereits seit Jahren – nicht ohne tatkräftige diplomatische Unterstützung der deutschen Regierung – im Krieg. Schlimme Kriegsverbrechen wurden von allen Seiten begangen. Im Februar 1999 stand der Konflikt um den Kosovo im Vordergrund der öffentlichen Diskussion.

Kriegspropaganda: Die Verhandlungen von Rambouillet – unter starkem Druck der NATO – endeten ohne Ergebnis. Gleichzeitig wurde die mediale Diskussion angeheizt mit zum Teil erfundenen Berichten über Grausamkeiten, Massengräber und Leichenhaufen, meist auf der serbischen Seite. Noch-Präsident Milosevic wurde als neuer Hitler bezeichnet und ein militärischer Angriff auf die Restrepublik Jugoslawien als Akt der Menschlichkeit, der Verhinderung eines neuen Auschwitz, dargestellt: In Deutschland präsentierte die damalige „rot-grüne“ Bundesregierung einen erfundenen „Hufeisenplan“ der serbischen Regierung zur Vernichtung der Bevölkerung des Kosovo, doch die Existenz dieses Plans wurde nie bewiesen. Die Forderung nach einem Militärschlag der NATO wurde angesichts der starken Propaganda zunehmend unterstützt.

Bombardements: 2.300 Raketen und 14.000 Bomben – darunter geächtete Streubomben und Uranmunition – wurden über jugoslawischen Städten abgeworfen. Bis zu 3.500 Zivilisten wurden getötet, bis zu 800.000 vertrieben und mehr als 200.000 zur Flucht gezwungen. Schulen, Bibliotheken, Krankenhäuser, Brücken, Personenzüge und Kirchen wurden zerstört. Die Region leidet noch heute, 20 Jahre später, unter den materiellen und seelischen Folgen.

Folgen: Die humanitäre Krise wurde verschärft, die Zahl der Toten verzehnfachte sich, die Zahl der Vertriebenen erhöhte sich auf nahezu 1 Million.
„[Die] humanitäre Katastrophe, die durch den Krieg verhindert werden sollte, wurde erst danach vollumfänglich zur Realität.“ (Kurt Gritsch, Historiker und Konfliktforscher)
Die sogenannten humanitären Rechtfertigungen für diesen Krieg, allen voran der „Hufeisenplan“, konnten nie bewiesen werden. So geschah es auch Jahre später im Irak mit den angeblichen Giftgaswaffen.

Völkerrecht: Der Angriffskrieg der NATO verstieß gegen das Völkerrecht, welches allen Staaten einen Angriffskrieg verbietet. Die NATO beschritt den Weg zum weltweiten Interventionsbündnis des 21. Jahrhunderts. Es war der erste einer Reihe von weiteren illegalen Kriegen bis in die Gegenwart.

Der NATO-Krieg um den Kosovo mahnt:
Krieg löst keine Probleme, ist inhuman und verschärft bestehende Konflikte.
Keine neuen Kriege: Hände weg von Venezuela!

Ostermarsch Ostwestfalen-Lippe
Ostersamstag, 20.April 2019
12 Uhr Auftakt am Kesselbrink Bielefeld
anschließend Demonstration durch die Innenstadt
13:30 Uhr Abschlusskundgebung auf dem Jahnplatz
ca. 15 Uhr Ende

 

Kontakt zur Friedensinitiative Bielefeld und OWL:
kontakt@bielefelder-friedensini.de
https://bielefelder-friedensini.de/