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April 2012, Uschi Kappeler beim Protest am Bohrplatz von Exxon Mobil in Bad Laer
April 2012, Uschi Kappeler beim Protest am Bohrplatz von Exxon Mobil in Bad Laer

DIE LINKE. Kreisverband Gütersloh, Uschi Kappeler und Michael Pusch

DIE LINKE.: Kreis Gütersloh im Würgegriff der Fracking-Multis

Exxon und BNK haben ihre Claims im ganzen Kreis abgesteckt!

 

Die Bundesregierung hat am 26. Februar 2013 einen Gesetzentwurf zum Fracking vorgelegt. Der Entwurf scheint frei interpretierbar. Der Umweltminister sieht ein Verbot der Schiefergasförderung, der Wirtschaftsminister die Chancen der Methode. Fracking unterliegt dem Bergrecht und ist somit Bundessache. Von der nordrhein-westfälischen Landesregierung wäre allerdings auch nur wenig Widerstand zu erwarten. Der Koalitionsvertrag von SPD und Grünen lässt in Sachen Fracking alle Türen offen. Der Gütersloher Kreistag fordert „eine frühzeitige und umfassende Beteiligung bei den Genehmigungsverfahren“. Es ist aber zu befürchten, dass die Politik auch hier im Interesse der Konzerne handelt. Für die Menschen im Kreis Gütersloh hätte das tief reichende Folgen.

Michael Pusch, der Sprecher des Kreisverbandes DIE LINKE. Gütersloh: „Die Claims im Kreis sind bereits abgesteckt. Der kanadische Konzern BNK Petroleum hat eine „Aufsuchungserlaubnis“ für das Feld „Falke“. Dieses reicht bis nach Rheda-Wiedenbrück, Langenberg, Rietberg, Verl, Schloss Holte und Gütersloh. In Rietberg gehören sogar Teile des Wasserschutzgebiet Lippstadt-Lipperbruch dazu. Exxon Mobil, einer der größten Konzerne der Welt, ist in Herzebrock-Clarholz, Harsewinkel, Versmold, Steinhagen, Halle, Borgholzhausen und Werther am Zug. Nicht nur alle Gemeinden im Kreis Gütersloh, auch viele Nachbargemeinden sind betroffen. Im nahe liegenden niedersächsischen Bad Laer hat Exxon bereits die ersten Bohrungen eingebracht. Zwischen den Soleheilbädern Bad Laer und Bad Rothenfelde, direkt am Einzugsgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes Versmold-Füchtorf-Sassenberg.“.

Sollte sich die Lobby von Exxon, BNK, BASF, Wintershall, RWE Dea und Konsorten durchsetzen, wird auch vor unserer Haustür mit dem Fracking begonnen. Beim „Aufbrechen“ oder „Aufreißen“ wird mit teils hochgiftigen Chemikalien versetztes Wasser unter hohem Druck in große Tiefen gepumpt. Das Verfahren ist äußerst umstritten, zahlreiche „Zwischenfälle“ sind bekannt. Eine umweltgerechte Entsorgung des mit Benzol und anderen Giften und teils radioaktiven Stoffen belasteten Lagerstättenwasser ist nicht in Sicht. Große Mengen verbleiben im Boden. Eine Kontamination des Trinkwassers ist nicht auszuschließen. Die Bundestagsfraktion der LINKEN hat im November 2012 einen Gesetzentwurf im Bundestag eingebracht, der das uneingeschränkte Verbot des Fracking verlangt. Der Kreisverband DIE LINKE. Gütersloh verlangt den Brunnenvergiftern das Handwerk zu legen“, so Uschi Kappeler, Sprecherin des Kreisverbandes DIE LINKE. Gütersloh.

Mehr zur Position der Linken zum Fracking findet sich hier http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2011/36605378_kw47_pa_umwelt/index.html

Foto: April 2012, Uschi Kappeler beim Protest am Bohrplatz von Exxon Mobil in Bad Laer

Uschi Kappeler, Sprecherin DIE LINKE. Kreis Gütersloh
Michael Pusch, Sprecher DIE LINKE. Kreis Gütersloh

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