10. März – Mahnwache gegen Atomkraft und für die Energiewende
„Sonne, Wind und Wasser statt Fracking, Kohle und Atom" forderten die Teilnehmer der Mahnwache auf dem Bielefelder Jahnplatz. Anlässlich des dritten Jahrestages der Atomkatastrophe in Fukushima fanden in Deutschland an 240 Orten Mahnwachen statt.
Mit Redebeiträgen und Musik machten die über 100 Kundgebungsteilnehmer eine Stunde lang ihren Standpunkt für einen schnellstmöglichen und unumkehrbaren Ausstieg aus der Atomkraft deutlich. Viele Passanten blieben bei den Redebeiträgen und angelockt von der Musik der Gruppe „Hartzlos“ stehen.
"Wir befürchten, dass die Energiewende gedeckelt, statt vorangetrieben wird, deshalb müssen wir weiter gegen die Atom- und Kohlelobby gesellschaftlichen Druck aufbauen. Wichtig ist für uns aber auch eine sozial gerechte Energiewende, die niemanden abhängt", so Carsten Strauch, DIE LINKE Bielefeld.
Angelika Claussen (IPPNW), die Ende letzten Jahres noch die Auswirkungen von Fukushima vor Ort besichtigt hatte, konnte von den menschenverachtenden Verhältnissen vor Ort berichten „Subunternehmer mit angeworbenen armen Hilfsarbeitern die Dekontaminationsarbeiten durch. Gesundheitsaufsicht und medizinische Kontrollen für die Arbeiter fehlen ebenso wie jegliche Kontrolle der Subunternehmen“
In weiteren Redebeiträgen wurde der Ausbau der erneuerbaren Energien gefordert. Dabei wurden insbesondere die Stadtwerke in die Pflicht genommen. Die sozialen und ökologischen Verwerfungen durch die Verfeuerung von Importkohle war ebenfalls Bestandteil eines Beitrages.
Von der Landesregierung forderten die Kundgebungsteilnehmer einen konsequenten und zügigen Ausstiegsfahrplan aus der Kohlekraft, den Baustopp für das Kohlekraftwerk Datteln und den Stopp des Braunkohletagebaus.
Aufgerufen zur Kundgebung hatten „Bielefeld steigt aus", BUND, ATTAC, Montagsdemo, Naturfreundejugend TBW unterstützt von den Parteien DIE LINKE und Bündnis90/DIE GRÜNEN Bürgernähe
Am Samstag, 22. März, fährt das Bündnis zu der Demonstration "Energiewende retten" nach Hannover. Informationen gibt es online unter
www.bielefeld-steigt-aus.de

