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DIE LINKE Bielefeld: Keine Kaselowskystraße in Bielefeld! Protestaktion am 9. November – Jahrestag des Judenpogroms

DIE LINKE. Bielefeld

Am 16. August 2001 beschloss der Rat der Stadt Bielefeld, einen Teil der Hochstraße in Kaselowskystraße umzubenennen. In dieser Straße kam im September 1944 Richard Kaselowsky mit seiner Frau Ida, verwitwete Oetker, bei einem Bombenangriff ums Leben. Heute steht an der Stelle der ausgebomten Oetker-Villa das Lina-Oetker-Stift. Richard Kaselowsky war nicht nur Mitglied der NSDAP, sondern für Bielefeld eine zentrale Figur des Wirtschaftslebens, die den Nazis in der Stadt die Weichen stellte. Er war Mitglied im Freundeskreis Reichsführer SS Heinrich Himmler, einem ausgesuchten Kreis von faschistischen Wirtschaftsführern.

In dem gerade erschienenen Buch „Dr. Oetker und der Nationalsozialismus. Geschichte eines Familienunternehmens 1933-1945“, zeigen Historiker der Universität München, wie überzeugt die Firmenleiter Richard Kaselowsky und Rudolf August Oetker von der Naziideologie waren. Sie kommen zu dem Ergebnis: “Kaselowsky und mit ihm die Familie und die Firma Oetker trugen Verantwortung für das politische System, in dem sie lebten. Sie waren Stützen der NS-Gesellschaft, suchten die Nähe des Regimes und profitierten von dessen Politik. Für Richard Kaselowsky gilt dies in besonderer Weise.“(S.415).
 
Wir fordern:
In Bielefeld darf es keine Ehrung von überzeugten Nazis durch die Benennung von Straßen geben!
Die Kaselowskystraße muss umbenannt werden!
 
Protestaktion am 9.11.2013 um 16.00 Uhr in der Kaselowskystraße.
 
Anschließend ist die Teilnahme an der Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Judenpogrom 9. November 1938 in der Turnerstraße geplant (Beginn 18:30 Uhr).
 
DIE LINKE Bielefeld, August-Bebel-Str. 126, 33602 Bielefeld


Aufruf zur Protestaktion als PDF-Datei: Keine Kaselowskystraße in Bielefeld!

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