Mieten-Notstand im Kreis Lippe - Anwohner unterstützen Forderung nach Mietendeckel
Der Mieten-Notstand ist längst in der Fläche angekommen: Er trifft nicht mehr nur die Großstädte, sondern inzwischen auch kleinere Städte und ländliche Räume. Obwohl in Deutschland Wuchermieten eigentlich verboten sind, werden de facto nicht verfolgt. Somit können große Immobilienkonzerne und dreiste Vermieter ihre Mieter*innen vielerorts weiterhin ungehindert abzocken.
Am Donnerstag, 13. November 2025 fand in Lemgo eine Mieterversammlung statt. Zeitgleich kamen bundesweit in mehr als 80 Städten ebenfalls Menschen zusammen, um konkrete Schritte gegen Mietwucher zu planen.
Die Versammlung in Lemgo wurde mit einem Grußwort von Jan van Aken, Vorsitzender der Partei Die Linke, eröffnet. Er erklärt dabei:
„Ja, die Immobilienlobby hat viel Geld – aber wir haben uns. Und wir sind mehr. Wenn sich Mieter*innen zusammenschließen, kommen sie nicht mehr an uns vorbei.“
Ursula Jacob-Reisinger, Sprecherin des Kreisverbands Lippe der Partei die Linke erklärt im Anschluss:
„Auch bei uns im Kreis Lippe spüren viele den Mieten-Notstand am eigenen Leib. Sie leben in maroden Wohnungen, haben Ärger mit Nebenkosten und die Sorge, die nächste Mieterhöhung nicht mehr bezahlen zu können. Dass sich nun Mieterinnen und Mieter gegen diese Ungerechtigkeit zusammenschließen macht Mut und entwickelt nun hoffentlich den nötigen Druck, dass sich etwas ändert."
Ziel der Versammlung war es, gemeinsam mit Mieter*innen konkrete Schritte gegen Mietwucher in Lippe einzuleiten.
Die Mieterversammlungen bildeten den Auftakt der neuen Kampagne „Sicher Wohnen statt Miet-Abzocke“, mit der Die Linke bundesweit Druck aufbauen will – für bezahlbare Mieten, einen wirksamen Schutz vor Vermieter-Abzocke und langfristig einen bundesweiten Mietendeckel.
