DIE LINKE. Gütersloh fordert Mindestlohn und Verbot von Leiharbeit und Werkverträgen

OWL-GT

DIE LINKE. auf den Maikundgebungen in Gütersloh und Versmold

 

„Es ist ein Skandal, wie viele Beschäftigte im Kreis Gütersloh mit Niedriglöhnen abgespeist werden. Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn von anfangs 10 Euro pro Stunde ist längst überfällig“, erklärt der Sprecher der LINKEN im Kreis Gütersloh, Michael Pusch. Laut einer Anfrage der Fraktion der LINKEN im Bundestag bei der Bundesagentur für Arbeit liegt im Kreis Gütersloh der Anteil der Vollzeitbeschäftigten, die einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 1.802 Euro erhalten, bei fast 18 Prozent. Das sind rund 19.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Kreis.

In Anbetracht dieser Zahlen fordert Ludger Klein-Ridder, Kandidat der Linken für die Bundestagswahl: „Die Ausbreitung von Niedriglöhnen muss endlich gestoppt werden. Im Kreis Gütersloh bekommen 1500 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Hartz IV-Leistungen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht. Ein flächendeckender, gesetzlicher Mindestlohn nutzt aber nicht nur den Beschäftigten. Auch Steuerzahler und Sozialversicherungen würden entlastet. Einzelhandel und Handwerk würden profitieren.“ „Nicht nur die miserable Bezahlung ist das Problem. Tausende Menschen im Kreis leiden unter den Bedingungen von Leiharbeit und Werkverträgen. Leiharbeit und Werkverträge sind zu verbieten! Solange das noch nicht erreicht ist, muss es die gleiche Bezahlung für Leiharbeiter und Stammbelegschaft geben, die Verleihdauer auf wenige Monate begrenzt werden und eine Flexibilitätszulage für Leiharbeiter eingeführt werden. Bei Werkverträgen fordern wir sofort schärfere Kontrollen und ebenfalls Equal Pay. Es kann nicht sein, dass bisher fest angestellte Mitarbeiter nur noch einen Werkvertrag erhalten und dadurch deutlich weniger verdienen als zuvor. Die Politik muss ihre Kumpanei mit der Lohndumping-Mafia in Deutschland endlich beenden", so Ludger Klein-Ridder weiter.
Uschi Kappeler, Sprecherin des Kreisverbandes: „Niedriglohn und Leiharbeit sind die gewünschten Folgen der Agendapolitik. Den Profiten der deutschen Industrie hat die Agenda 2010 gut getan, für viele Menschen bedeutet es aber Perspektivlosigkeit und Armut. In den kommenden Wochen gilt unsere Unterstützung deshalb den Verkäuferinnen und Verkäufern im Einzelhandel. Sie kämpfen nicht nur für eine Erhöhung der Löhne, sondern auch gegen die Angriffe der Arbeitgeber auf bestehende Regelungen zu Urlaub, Arbeitszeit und Zuschläge.“
Am 1. Mai wird DIE LINKE auf den Maikundgebungen in Gütersloh und Versmold ihre Forderungen öffentlich machen und die Entwertung der menschlichen Arbeitskraft skandalisieren.

Foto: Ludger Klein-Ridder

Uschi Kappeler, Michael Pusch
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